Was sind Qualitätskritierien eines LMS?

Qualitätskriterien für Learning Management Systeme im Detail

Die Auswahl eines Learning Management Systems (LMS) erfordert eine umfassende Bewertung anhand objektiver Qualitätskriterien, um sicherzustellen, dass die gewählte Lösung den Bedürfnissen des Unternehmens entspricht. Dieser Fachartikel vertieft die Bedeutung der Qualitätskriterien und stellt Beispiele vor, die sich auf Learning Management Systeme beziehen. Zudem werden die Durchführung von Benchmarking, Pilotprojekten und Referenzprüfung genauer betrachtet.

 

Konformität: Gewährleistung von Interoperabilität und Standards

Die Konformität eines LMS spielt eine entscheidende Rolle, um sicherzustellen, dass es den Anforderungen an Interoperabilität und Standards entspricht.

Interoperabilität: Das LMS sollte Standards wie SCORM und xAPI unterstützen, um den nahtlosen Austausch von Lerninhalten mit anderen Systemen zu ermöglichen.

Barrierefreiheit: Ein barrierefreies LMS sollte Anwendungen, die Text-zu-Sprache und alternative Texte für Bilder bieten integrieren können, um die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten.

Datenschutz und Sicherheit: Das LMS sollte Funktionen zur Verschlüsselung von Benutzerdaten und zur Einhaltung von Datenschutzbestimmungen bieten, um die Sicherheit und Integrität von Benutzerdaten zu gewährleisten.

  • Beispiel 1: Ein LMS ermöglicht die nahtlose Integration von Lerninhalten in verschiedene Lern-Apps und Plattformen durch die Unterstützung von xAPI.

  • Beispiel 2: Das LMS bietet Möglichkeiten spezialisierte Anwendungen zur Integration barrierefreier Lerninhalte zu integrieren, die den WCAG-Richtlinien entsprechen.

  • Beispiel 3: Das LMS ermöglicht die Konfiguration von Zugriffskontrollen und Datenschutzeinstellungen gemäß den Anforderungen der DSGVO.

 

Flexibilität: Anpassung an die spezifischen Bedürfnisse

Die Flexibilität eines LMS ist entscheidend, um es an die einzigartigen Anforderungen eines Unternehmens anzupassen.

Anpassbarkeit: Ein flexibles LMS sollte anpassbare Benutzeroberflächen und Lernpfade bieten, die an die spezifischen Schulungsanforderungen und das Branding des Unternehmens angepasst werden können.

Skalierbarkeit: Das LMS sollte skalierbar sein, um eine wachsende Anzahl von Benutzern zu unterstützen, ohne die Leistung zu beeinträchtigen.

Integrationstiefe: Ein flexibles LMS sollte nahtlos in vorhandene Systeme integrierbar sein, um den Informationsfluss und den Datenaustausch zu erleichtern.

  • Beispiel 1: Das LMS bietet Anpassungsoptionen, um z. B. Lernportale oder Schriftverkehr an Sprachen, nationale Besonderheiten oder Corporate Branding anzupassen.

  • Beispiel 2: Durch die skalierbare Architektur kann das LMS problemlos von einer Handvoll Benutzer auf Tausende erweitert werden, ohne dass die Leistung beeinträchtigt wird.

  • Beispiel 3: Das LMS verfügt über eine API, die die Integration von Drittanbieter-Tools und -Plattformen ermöglicht, um den Funktionsumfang zu erweitern.

 

Zuverlässigkeit: Minimierung von Ausfallzeiten

Die Zuverlässigkeit eines LMS ist von entscheidender Bedeutung, um den reibungslosen Betrieb sicherzustellen.

Verfügbarkeit: Ein zuverlässiges LMS sollte eine hohe Verfügbarkeit aufweisen, um Ausfallzeiten zu minimieren und den Benutzern einen kontinuierlichen Zugriff auf Lerninhalte zu ermöglichen.

Performance: Ein zuverlässiges LMS sollte eine schnelle Ladezeit und eine reibungslose Interaktion, auch bei vielen gleichzeitigen Benutzern, bieten.

Support und Wartung: Ein zuverlässiger LMS-Anbieter sollte effizienten Support und regelmäßige Updates bereitstellen, um auftretende Probleme schnell zu beheben und die Software aktuell zu halten.

  • Beispiel 1: Das LMS bietet eine SLA-garantierte Verfügbarkeit von 99,9 %, um Ausfallzeiten auf ein Minimum zu reduzieren.

  • Beispiel 2: Durch die Lastverteilungsfunktion des LMS wird die Performance beibehalten, selbst wenn Tausende von Benutzern gleichzeitig auf das System zugreifen.

  • Beispiel 3: Der Anbieter bietet rund um die Uhr technischen Support und schnelle Reaktionszeiten bei Problemen oder Anfragen.

 

Zukunftssicherheit: Anpassung an neue Entwicklungen

Die Zukunftssicherheit eines LMS gewährleistet, dass es den sich wandelnden Anforderungen der Bildungslandschaft gerecht wird.

Technologische Weiterentwicklung: Ein zukunftssicheres LMS sollte flexibel genug sein, um neue Technologietrends zu integrieren, wie zum Beispiel KI-gestützte Lernfunktionen oder Virtual Reality.

Langfristige Unterstützung: Ein zukunftssicheres LMS sollte eine langfristige Unterstützung durch den Anbieter bieten, um die Investition der Organisation zu schützen.

  • Beispiel 1: Das LMS verfügt über eine offene Architektur, die die Integration zukünftiger Technologien wie KI und VR ermöglicht.

  • Beispiel 2: Der Anbieter bietet regelmäßig Updates zur Weiterentwicklung des LMS, um den sich ändernden Anforderungen der Bildungslandschaft gerecht zu werden.

  • Beispiel 3: Das LMS unterstützt die einfache Migration von Inhalten und Benutzerdaten auf zukünftige Plattformen und Versionen.

 

Benutzerfreundlichkeit: Förderung der Akzeptanz

Die Benutzerfreundlichkeit eines LMS ist entscheidend, um die Akzeptanz und den effektiven Einsatz sicherzustellen.

Intuitive Benutzeroberfläche: Ein benutzerfreundliches LMS sollte eine intuitive und leicht verständliche Benutzeroberfläche bieten, die die Navigation und Interaktion erleichtert.

Mobile Zugänglichkeit: Benutzerfreundlichkeit bedeutet auch, dass das die Lernplattform auf mobilen Geräten reibungslos funktioniert, um flexibles Abrufen mobiloptimierter Lerninhalte abzurufen.

Personalisierungsoptionen: Ein benutzerfreundliches LMS sollte personalisierbare Lernpfade und Benutzerprofile ermöglichen, um den individuellen Lernbedürfnissen gerecht zu werden.

  • Beispiel 1: Die Benutzeroberfläche des LMS ist intuitiv gestaltet, sodass neue Benutzer sich schnell zurechtfinden und ohne Schulung starten können.

  • Beispiel 2: Das LMS bietet eine mobile App mit einer benutzerfreundlichen Navigation und Touchscreen-Optimierung für unterwegs.

  • Beispiel 3: Benutzer können ihre Lernumgebung anpassen, indem sie Lesezeichen setzen, Notizen machen und ihren Fortschritt verfolgen (Pdf-Annotator, Lernportale)

Validiertes Learning Management System

Der Begriff "validiertes LMS" mag auf den ersten Blick nach einem soliden Qualitätsmerkmal klingen, doch bei genauerer Betrachtung wird klar, dass er kein objektives Kriterium für die Qualität eines Learning Management Systems (LMS) darstellt. Dies liegt daran, dass die Validierung nicht die Software selbst beurteilt, sondern vielmehr den individuellen Anwendungsfall und die Prozesse im Hinblick auf die Nachweissicherheit und Compliance. Daher ist "validiertes LMS" letztendlich ein Begriff, der vorwiegend zu werblichen Zwecken verwendet wird.

Um die Qualität eines LMS objektiv zu bewerten, sollten andere Kriterien herangezogen werden. Eine gültige ISO-Zertifizierung, wie beispielsweise ISO 27001 oder ISO 9001, bietet eine solide Grundlage zur Beurteilung der LMS-Qualität. Diese Zertifikate zeigen, dass das System bestimmten international anerkannten Standards entspricht und bestimmte Sicherheits- und Qualitätsanforderungen erfüllt.

Darüber hinaus ist es ratsam, Referenzen des LMS-Anbieters zu überprüfen. Die praktische Anwendung in realen Szenarien kann wertvolle Einblicke in die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Systems bieten. Es ist ratsam, persönliche Gespräche mit Anwendern der Referenzinstallationen zu führen, um Informationen aus erster Hand zu erhalten. Auf diese Weise können Sie ein umfassendes Bild von den Stärken und Schwächen des LMS gewinnen und sicherstellen, dass es Ihren spezifischen Anforderungen entspricht. Letztendlich ist die Qualität eines LMS nicht nur an seinem Namen, sondern an seinen nachweisbaren Fähigkeiten und Referenzen zu messen.

Auch relevante Best-Practise-Fälle geben Auskunft über die Qualität des Systems und die Entwicklungskompetenzen und Flexibilität des Anbieters.

Checkliste für LMS Qualität

 

Die Auswahl eines LMS erfordert eine gründliche Analyse der Qualitätskriterien, einschließlich Konformität, Flexibilität, Zuverlässigkeit und Zukunftssicherheit. Die permanente Weiterentwicklung und der Support des Anbieters spielen eine entscheidende Rolle. Funktionale und nicht-funktionale Anforderungen sollten klar definiert sein.

  • Konformität:

    • Erfüllt das LMS relevante Branchenstandards wie SCORM oder xAPI?
    • Bietet es Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen zur Einhaltung gesetzlicher Anforderungen?

  • Flexibilität:

    • Kann das LMS an die spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens angepasst werden?
    • Ist es skalierbar, so dass eine wachsende Anzahl von Benutzern ohne Leistungseinbußen damit arbeiten kann?
    • Bietet es umfassende Integrationsmöglichkeiten mit bestehenden Systemen?

  • Zuverlässigkeit:

    • Bietet das LMS hohe Verfügbarkeit, um Ausfallzeiten zu minimieren?
    • Erhält es eine gute Performance, auch bei einer großen Anzahl gleichzeitiger Benutzer aufrecht?
    • Bietet der Anbieter aureichend Support und Wartungsleistungen an?

  • Zukunftssicherheit:

    • Kann das LMS an neue technologische Entwicklungen wie KI oder VR angepasst werden?
    • Bietet der Anbieter langfristigen Support und Updates, um den sich wandelnden Anforderungen zu entsprechen?

 

Stellen Sie sicher, dass sowohl Ihre funktionalen sowie nicht-funktionale Anforderungen an das Learning Management System klar definiert sind.

Zusammenfassung

Die Auswahl eines LMS erfordert eine gründliche Analyse der Qualitätskriterien, einschließlich Konformität, Flexibilität, Zuverlässigkeit, Zukunftssicherheit und Benutzerfreundlichkeit. Die permanente Weiterentwicklung und der Support des Anbieters spielen eine entscheidende Rolle.

Die sorgfältige Berücksichtigung dieser Aspekte trägt dazu bei, das richtige Learning Management System für die spezifischen Bedürfnisse Ihres Unternehmens auszuwählen.

Kundenstimmen

  • Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit

    Die von uns definierten hohen Anforderungen an Funktionalität einerseits und gleichzeitiger Benutzerfreundlichkeit andererseits wurden von SoftDeCC durch individuelle Lösungen hervorragend in die Tat umgesetzt. Besonders hilfreich dabei waren zum einen die kompetente Beratung und Unterstützung wie auch die konstruktiven und lösungsorientierten Diskussionen. Die Zusammenarbeit gestaltet sich durch den sehr angenehmen Umgang und die hohe Verlässlichkeit als sehr gut.

    Astrid Werner, HDZ-Geschäftsstelle Stuttgart
  • SoftDeCC ist unser zuverlässiger Partner

    TCmanager® LMS bietet alles, was man sich von einem Softwaretool für Trainingszentren verspricht. Unser umfangreiches Trainingsangebot für Fachhändler und Kunden wird heute weltweit durch zielgruppenoptimierte Trainingsportale unterstützt. Die Verwaltung von Terminen, Buchungen und Ressourcen ist logisch aufgebaut und intuitiv zu bedienen. Auswertungen können jederzeit, schnell und übersichtlich erstellt werden. SoftDeCC ist unser zuverlässiger Partner, mit dem wir auch zukünftig unsere Trainings- und eLearning-Szenarien abbilden werden.

    Dipl.-Ing. (FH) Jan Henrik Holk, Leiter Trainingszentrum, Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH
  • Hervorragender Support

    Die act-Academy (ehemalige Siemens Academy) bietet praxisorientierte Ausbildungen und Dienstleistungen im gesamten IT-Umfeld an. Seit über 25 Jahren steht für die Trainingsfirma der Kunde im Mittelpunkt. Dazu bietet der TCmanager® die optimale Unterstützung. Sämtliche Prozesse und Arbeitsabläufe, wie Kursplanung, Anmeldewesen, Kontaktverwaltung, Web-Präsenz, Marketingaktionen und Projektüberwachung werden mit Begeisterung mit dem TCmanager abgewickelt. Zusätzlich zu erwähnen ist der hervorragende Support der Firma SoftDeCC.

    Daniel Bachmann, Geschäftsführer der act-Academy GmbH
  • Support, Anpassung & Neuerungen

    Hella Academy schult Werkstätten und Handelspartner in technischen Trainings zu unseren Produkten, wie auch zu fachlichen Themen wie „Hybrid & Hochvolt“ oder Fahrerassistenzsysteme.

    Seit 2015 sind wir zufriedener Kunde und Anwender des TCmanager® LMS. Besonders der Support überzeugt uns immer wieder. Von uns gewünschte Anpassungen oder Neuerungen an der Funktionalität der Anwendung werden sauber umgesetzt und helfen uns bei der Betreuung unserer Kunden.

    Referenzgeber

    Mark Schulte, Head of Training, Hella Gutmann Solutions GmbH
  • Für Schulungen, Weiterbildung und Qualifizierung

    YASKAWA ist seit 2015 Kunde und Anwender des TCmanager®. Nach umfangreicher Suche nach einem Management Tool für unseren Schulungs- und Weiterbildungsbereich, sind wir nun nach der Einführung froh, dass die Wahl auf SoftDeCC gefallen ist. Man stellt sehr schnell fest, dass diese Software speziell für Schulung- und Qualifizierungsmanagement konzipiert wurde. Wir erfahren wesentlich mehr Möglichkeiten als zunächst gefordert und erwartet.  Wir sind uns sicher, mit dem TCmanager unsere Schulungseinrichtungen für die Zukunft gut auszurichten und unsere Effizienz und Qualität zu steigern.

    Referenzgeber

    Torben Schäfer, Manager YASKAWA ACADEMY, YASKAWA Europe GmbH
  • Qualität und Verlässlichkeit

    Seit mehr als 30 Jahren ist die Aus- und Weiterbildung der Kunden und Partner bei der Schneider Electric GmbH eng mit unserem Verständnis für Qualität und Verlässlichkeit verknüpft. 2019 haben wir uns für TCmanager® LMS der Firma SoftDeCC entschieden. Besonders hilfreich war die Unterstützung seitens SoftDeCC schon während der Implementierung des LMS. Auch nach dem erfolgreichen Start wächst das System, die damit verbunden Möglichkeiten und unsere eigenen Ansprüche an dieses Tool. Wir erfahren durch die Mitarbeiter von SoftDeCC, die sich in unseren Applikationen sehr gut auskennen, große Unterstützung!

    Referenzgeber

    Heiner Lentzen, Head of Customer Training Schneider Electric, DACH;
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