LXP + LMS = Learning Experience Ecosystem

Was ist der Unterschied zwischen LMS & LXP?

Als LMS und LXP werden zwei Arten von Bildungs- und Schulungsplattformen bezeichnet, die in Unternehmen und Bildungseinrichtungen eingesetzt werden, um Lerninhalte bereitzustellen und das Lernen zu unterstützen.

Die Diskussion der Unterschiede zwischen Learning Management Systems (LMS) und Learning Experience Platforms (LXP) ist immer noch relevant, da sich für die Gestaltung von Lernlandschaften immer neue Herausforderungen ergeben.

In der Diskussion um digitales Lernen ist die Unterscheidung zwischen Learning Experience Platforms (LXPs) und Learning Management Systems (LMSs) zu einer relevanten Frage geworden. Das Verständnis der feinen Unterschiede zwischen diesen beiden Systemen ist für Organisationen von entscheidender Bedeutung, die effektive und ansprechende Lernumgebungen für ihre Mitarbeiter oder Lernenden schaffen möchten.

► Die Unterschiede zwischen LXP und LMS sind nicht universell. In der Praxis verschwimmen diese Plattformen oft, wobei LMSs Elemente von LXPs integrieren und umgekehrt. Diese Fluidität in ihren Funktionen und Eigenschaften unterstreicht die dynamische Natur der modernen Bildungstechnologie, da sowohl LXPs als auch LMSs bestrebt sind, die vielfältigen und sich entwickelnden Anforderungen von Lernenden und Organisationen in einer zunehmend digitalen Welt zu erfüllen.

► Das Verständnis der möglichen Kriterien ist vor allem ein Schritt, um die richtige Lernlösung an die speziellen Anforderungen einer bestimmten Bildungs- oder Unternehmensumgebung anzupassen.

Auch interessant: Wie Anforderungen definiert und Lastenhefte für Lernlösungen erstellt werden.

what is the difference?

Learning Management System (LMS)

Learning Experience Platform (LXP)

Zweck & Schwerpunkt

Ein Learning Management System (LMS) ist in erster Linie darauf ausgerichtet, das Verwalten, Organisieren und Verfolgen von Lerninhalten und Lernfortschritten zu ermöglichen. Es konzentriert sich auf die Verwaltung von Kursen, die Zuweisung von Schulungsmaterialien, das Verfolgen von Fortschritten und das Erstellen von Berichten zur Bewertung von Lernleistungen. LMS sind in der Regel eher formal und strukturiert.

 

Eine Learning Experience Platform (LXP) legt den Schwerpunkt auf das Lernerlebnis selbst. Sie fördert selbstgesteuertes Lernen und ermöglicht den Lernenden, Inhalte auf eigene Weise zu erkunden und zu entdecken. LXP bietet oft personalisierte Empfehlungen für Lerninhalte und fördert soziales Lernen und den Austausch von Wissen zwischen den Lernenden. Sie sind weniger formal und strukturiert als LMS.

Lerninhalte

In einem LMS werden Lerninhalte in der Regel von Administratoren oder Schulungsexperten erstellt und kuratiert. Die Lernenden erhalten Zugang zu den ihnen zugewiesenen Kursen und Materialien, die oft vorstrukturiert sind.

In einer LXP können Lernende unter Umständen eigene Inhalte erstellen und teilen, z. B. in Form von Blog-Posts, Videos oder Diskussionen. Dies fördert kollaboratives Lernen und Wissensaustausch zwischen den Benutzern.

Nutzergenerierte Inhalte sind nicht immer unproblematisch. (Details zu Pro & Contra nutzergenerierter Inhalte)

Personalisierung

LMS bieten in der Regel weniger personalisierte Lernerfahrungen. Die Lernenden erhalten normalerweise vorgegebene Kurse und Materialien, die von den AdministratorInnen oder Trainingspersonal ausgewählt wurden.

 

LXPs sind darauf ausgerichtet, personalisierte Lernerfahrungen zu bieten. Sie verwenden oft maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz, um den Lernenden basierend auf ihren Interessen und dem bisherigen Lernverlauf maßgeschneiderte Empfehlungen zu geben.

Bewertung und Analyse:

LMS sind stark auf die Verfolgung von Lernfortschritten und die Bereitstellung von Leistungsberichten ausgerichtet. Dafür weden im Bereich eLearning SCORM oder xAPI-Formate verwendet, die detailliert mitverfolgen, wie die Lernenden in den zugewiesenen Kursen abschneiden. Weitere Möglichkeiten sind separate Tests und Bestätigungen über erlangte Qualifikationen von InstruktorInnen.

 

LXPs legen weniger Wert auf die detaillierte Bewertung von Lernenden und konzentrieren sich mehr auf das Engagement und die Interessen der Lernenden. Die Analyse konzentriert sich oft auf die Effektivität von Lerninhalten und Empfehlungsalgorithmen.

Flexibilität und Agilität:

Klassische Learning Management Systeme sind oft weniger anpassbar in Bezug auf Lernpfade und -inhalte. Sie sind besser geeignet, um strukturierte Schulungsinhalte zu verwalten.

LXP sind flexibler und erlauben es den Lernenden, ihren eigenen Lernweg zu gestalten. Sie sind agiler und können besser auf sich ändernde Lernanforderungen reagieren,. Sie spielen beispielsweise systemseitig generierte Lernempfehlungen aus, die zur Lernhistorie, Jobprofil oder unternehmensweiten Entwicklungen passen.

 

LMS & LXP = Learning Experience Ecosystems

► In vielen Fällen werden die Funktionen von LMS und LXP auch kombiniert oder integriert, um die Vorteile beider Ansätze zu nutzen. Diese Kombination wird oft als Learning Experience Ecosystem bezeichnet und bietet sowohl strukturierte als auch informelle Lernmöglichkeiten für eine umfassende Lernerfahrung.

Integrierte Lernsysteme

Die Idee eines "Learning Experience Ecosystem" (Lernumgebung oder -ökosystem) ist, dass Unternehmen die Vorteile von Learning Management Systemen (LMS) und Learning Experience Plattformen (LXP) gleichzeitig nutzen können, um eine umfassende und vielseitige Lernerfahrung zu bieten.

Wichtige Aspekete dieser Integration sind:​​​​​​

 

 

integrierte Lösung
  1. Zusammenarbeit und Integration: Statt LMS und LXP als separate Entitäten zu betrachten, können sie miteinander integriert werden. Diese Integration ermöglicht es Lernenden, nahtlos zwischen formalen Kursen und informellem Lernen zu wechseln, ohne zwischen verschiedenen Plattformen hin- und herwechseln zu müssen.

  2. Personalisierte Lernpfade: LXP können personalisierte Empfehlungen für Lernende erstellen, basierend auf ihren Interessen, ihrem bisherigen Lernverlauf und ihren Fähigkeiten. Diese Empfehlungen können in den LMS integriert werden, um personalisierte Schulungskurse oder Module bereitzustellen.

  3. Informelles Lernen: LXP ermöglichen es Lernenden, informelle Lernquellen zu nutzen, wie z.B. kuratierte Blogs, Videos von Branchenexperten oder Diskussionsforen. Diese informellen Ressourcen können in das Lernumfeld integriert werden, um das selbstgesteuerte Lernen zu fördern.

  4. Leistungsnachverfolgung: Während LMS oft darauf spezialisiert sind, den Fortschritt in formalen Schulungskursen zu verfolgen, können sie auch die Leistung in LXP-bezogenen Aktivitäten nachverfolgen. Dies ermöglicht es Unternehmen und Bildungseinrichtungen, die Effektivität ihrer Lernstrategien besser zu bewerten.

  5. Lernanalysen: Die Integration von LMS und LXP ermöglicht es, umfassendere Lernanalysen durchzuführen, um Einblicke in das Lernverhalten der Teilnehmer zu gewinnen. Diese Erkenntnisse können genutzt werden, um Schulungsprogramme kontinuierlich zu optimieren.

  6. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit: Durch die Kombination von LMS und LXP können Organisationen flexibler auf sich ändernde Lernanforderungen reagieren. Sie können sowohl formelle Schulungen als auch informelles Lernen in einer einzigen Plattform anbieten und so die Bedürfnisse verschiedener Lernender besser erfüllen.

Dieser integrierte Ansatz schafft eine dynamische und ganzheitliche Lernumgebung, die die Stärken von sowohl LMS als auch LXP vereint. Auf dieser Basis wird ein maßgeschneidertes, ansprechendes und effektives Lernerlebnis sowohl für Einzelpersonen als auch für Organisationen entwickelt.

 

Mehrwert Learning Experience Ecosystem

Die Einführung eines Learning Experience Ecosystems (Lernumgebung oder -ökosystem) in einem Unternehmen ist keine rein technische Entscheidung, sondern sollte eng mit den Zielen, dem Produkt und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens verknüpft sein.

Der Mehrwert eines solchen Systems liegt in seiner Fähigkeit, die Lernkultur und -effektivität des Unternehmens zu unterstützen und letztendlich zum Erreichen der Geschäftsziele beizutragen.

set goals
  1. Strategische Ausrichtung: Ein Learning Eco System kann dazu beitragen, die strategischen Ziele eines Unternehmens zu unterstützen, sei es die Einführung neuer Produkte, die Erweiterung in neue Märkte oder die Verbesserung der Kundenbetreuung. Es ermöglicht eine agile und zielgerichtete Weiterbildung der Mitarbeiter, um sicherzustellen, dass sie die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse besitzen, um die Unternehmensstrategie erfolgreich umzusetzen.

  2. Produktentwicklung: In vielen Branchen ist kontinuierliche Innovation entscheidend. Ein flexibles Learning Eco System kann Schulungen für Produktentwickler und Ingenieure bereitstellen, um sicherzustellen, dass sie auf dem neuesten Stand der Technologie und Best Practices sind. Dies kann dazu beitragen, innovative Produkte schneller auf den Markt zu bringen.

  3. Kundenorientierung: Unternehmen, die einen hohen Wert auf Kundenzufriedenheit legen, können Lernumgebungen nutzen, um Mitarbeiter im Kundenservice und in der Kundenbetreuung kontinuierlich zu schulen. Dies ermöglicht es den Mitarbeitern, besser auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen und herausragenden Service zu bieten.

  4. Flexibilität und Erweiterbarkeit: Bei der Auswahl eines Learning Eco Systems ist es entscheidend, auf seine Flexibilität und Erweiterbarkeit zu achten. Da sich die Unternehmensziele und -anforderungen im Laufe der Zeit ändern können, ist es wichtig, ein System zu wählen, das sich anpassen und erweitert werden kann, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Dies gewährleistet Zukunftssicherheit und verhindert, dass das Unternehmen in veraltete Schulungsprozesse verstrickt wird.

Zwischenfazit: Insgesamt ist ein Learning Eco System ein wertvolles Werkzeug, um die Leistung und den Erfolg eines Unternehmens zu steigern. Sein Mehrwert liegt in seiner Fähigkeit, die Mitarbeiterentwicklung und -bildung gezielt mit den Unternehmenszielen in Einklang zu bringen. Bei der Auswahl eines Systems ist es jedoch wichtig, die langfristigen strategischen Bedürfnisse des Unternehmens im Auge zu behalten und sicherzustellen, dass das gewählte System flexibel und erweiterbar ist, um den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden.

 

Fazit: Learning Experience Ecosystem

Ein Learning Experience Ecosystem, das die Stärken von LMS und LXP kombiniert, ist für Unternehmen von unschätzbarem Wert. Die Wahl zwischen diesen beiden Ansätzen sollte jedoch darauf abzielen, die spezifischen Bedürfnisse und Ziele des Unternehmens zu erfüllen.

win win solution

Es ist empfehlenswert, dass Unternehmen nach einem System suchen, das sowohl formelles als auch informelles Lernen unterstützen kann und sich an die sich ändernden Anforderungen anpassen lässt.

Die Integration von LMS und LXP in ein ganzheitliches Lernumfeld fördert die Mitarbeiterentwicklung, steigert die Wettbewerbsfähigkeit und unterstützt den Erfolg des Unternehmens in einer sich ständig wandelnden Geschäftswelt.

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